Columbia SUP Ride: Isarwerkkanal

Natürlich hatte ich schon von SUP gehört. Natürlich sind mir die im Stehen paddelnden Mädels und Jungs auf Chiemsee und Simsee aufgefallen. Und natürlich habe ich mir gedacht, dass ich das auch mal ausprobieren will. Darum hat es mich sehr gefreut, als die Einladung zum Columbia SUP Ride in mein Postfach flatterte! An einem Mittwoch Nachmittag sollte das Ereignis stattfinden. Zum Glück habe ich an dem Tag Urlaub bekommen und so stand meinem ersten Paddelschlägen im Stehen nichts mehr im Weg.

Wir trafen uns am Mittwoch Mittag zu einer Produktpräsentation von Columbia. Neben der interessanten Firmengeschichte, den Marken (wozu beispielsweise auch Mountain Hardware gehört) bekamen wir vor allem Erklärungen zu den bei Columbia selbst entwickelten Technologien. Interessant dabei finde ich den Ansatz von Columbia Technologie auch sichtbar zu machen. So hat jede Funktion sein eigenes Design. Am Besten erkennt man das wohl bei OmniHeat durch die silbernen Punkte auf der Innenseite der Bekleidung. Aber auch die anderen Technologien sind zu erkennen und vor allem von einander zu unterscheiden.

Die neueste Technologie, die uns vorgestellt wird, heißt Omni-Freeze Zero und ist selbstkühlend. Auf der Innenseite des Stoffes sind kleine blaue Kreise zu sehen. Diese saugen sich bei anstrengenden Aktivitäten mit Schweiß voll und senken dadurch die Temperatur des Stoffes. Wir probieren das gleich vor Ort mit einem kleinen Stück Stoff aus, das mit Wasser besprüht wird – und tatsächlich stellt sich ein erfrischendes Gefühl ein. Dabei hat man nicht das Gefühl nass zu sein. Columbia verarbeitet diesen Stoff Kleidung für Base-Layer, Caps, Halstüchern oder auch Schuhen. Im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten kühlt der Stoff also aktiv und trocknet nicht nur einfach schnell. Stefan, der Countrymanager, von Columbia hat dazu auch noch eine kleine Geschichte auf Lager:

Nachdem Columbia die Technologie neu entwickelt hat, haben sie Base-Layer an verschiedene Sportler rausgeschickt, mit denen sie zusammen arbeiten – allerdings ohne darauf hinzuweisen, was genau die Funktionalität ist. So haben sie auch ein Shirt an einen Neuseeländischen Ski-Freerider geschickt. Sein Kommentar: „Was ist denn das für ein Mist? Ich habe noch nie so gefroren…“ Tja, Ziel erreicht 😉

Für den SUP Ride werden wir (u.a. nature-x.com, outdoor-blog.org) mit Omni-Freeze T-Shirts und Schuhen ausgestattet, um die Sachen zu testen. Natürlich gibt es zu den Produkten auch einen detaillierten Testbericht – aber dafür lasse ich mir noch etwas Zeit.

Von München geht es zur Grünwalder Brücke. Dort treffen wir auf die Boardnerds, die uns in die Geheimnisse des Paddelns im Stehen einweisen werden. Und netterweise auch schon die SUP-Boards aufgepumpt haben. Eine kleine Einführung in die Geschichte des SUP, die in Hawai als Königssport ihren Ursprung nahm, ist der Einstieg in unser Paddelabenteuer.

Während der Vorstellung von Columbia und den neuen Produkten fanden wir es noch lustig, wer wohl als erster vom Brett in’s Wasser fällt. Beim Anblick des kalten Isar-Wassers, ist das schon gar nicht mehr so lustig und wir hoffen alle nicht nass zu werden – zumal die T-Shirts ja auch noch kühlen, wenn sie nass sind. Und das Wetter ist leider nicht so heiß, wie von der Vorhersage versprochen. Aber immerhin regnet es nicht.

Nach den folgenden Tipps (und noch ein paar mehr 😉 ) geht es los:

  • Das Paddel muss so lang sein, dass man mit ausgestrecktem Arm die Hand abgeklappt auf den Griff legen kann
  • Immer schön mittig und nicht zu breitbeinig stehen.
  • Sobald man das paddeln anfängt, stabilisiert man sich und das Board.
  • Das Paddel kann man nutzen um auf dem Brett aufzustehen und sich erst einmal zu stabilisieren.

Erst einmal flussaufwärts, so dass nicht die ersten schon weg treiben, während die letzten noch nicht einmal auf dem Wasser sind. Wahnsinn, wie anstrengend das ist. Nach nur ein paar Schlägen spüre ich Muskeln, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie habe. Das ständige ausbalancieren auf dem Board geht auf die Fuß- und Schienbeinmuskulatur. Ich konzentriere mich darauf, mein Gleichgewicht zu halten und gleichzeitig zu Paddeln und die Richtung bei zu behalten. Gar nicht so einfach. Aber nach einigen Schlägen funktioniert es und ich werde mutiger. Schaue mich um, was die anderen so treiben.

Und schon verliere ich die Balance, setze mich auf’s Board und kippe zur Seite. Im allerletzten Moment bekomme ich das Gleichgewicht wieder in den Griff und gehe zumindest nicht komplett baden. Vorerst.

Nachdem wir alle grundsätzlich mit Brett und Paddel vertraut sind, geht es den Isarwerkkanal hinunter. Nicht bevor auch klar ist, dass nach einiger Zeit ein Wehr kommt, dass wir rechts umtragen. Die Floßrutsche am Wehr ist auch ausschließlich für Flöße gemacht und für alle Paddler gesperrt.

Wir umtragen also rechts und setzen hinter dem Kraftwerk wieder ein. Gemütlich geht es weiter, zu gemütlich und ich werde wieder mutiger. Das rächt sich natürlich und es dauert nicht lange bis ich drin liege – diesmal auch komplett 😉 Nach einiger Zeit kommen wir an eine Abzweigung mit Welle und ein klein bisschen Weißwasser. Vor uns fahren Kajakfahrer durch die Welle und wir schauen uns das ganze erst einmal von Land an. Wir beschließen, dass man es fahren kann – wenn auch nicht stehend. Und so paddeln wir auf Knien durch die Wellen – ein bisschen Action muss schon auch sein. Wenig später findet unser Paddel-Erlebnis an der Floßlände sein Ende.

Mein Fazit von knapp drei Stunden Paddeln im Stehen? Die Bewegung ist genial. Langsam und doch richtig anstrengend. Die zwei Stunden auf dem Wasser haben mir wirklich Spass gemacht, aber ich werde trotzdem beim Kajak bleiben 😉 Ich mag es, in die Landschaft schauen zu können, ohne jedes Mal Angst zu haben, dass ich in’s Wasser falle. Und außerdem kann ich in mein Kajak auch eine Menge Gepäck packen und so auch mal ein paar Tage auf dem Wasser unterwegs sein.

Columbia lädt uns zum Abschluss des Tages noch zum Grillen an der Thalkirchner Brücke ein. Und so geht mit Fachsimpelei und Abenteuergeschichten ein wirklich schöner Tag zu Ende, für den ich mich herzlich bedanke!

GPS-Track: Paddeln auf dem Isarwerkkanal in München

Video: Columbia SUP Ride

 

Bilder und Video: Stilbezirk.de

4 Gedanken zu „Columbia SUP Ride: Isarwerkkanal“

  1. hihi – das klingt ja nach einer witzigen Angelegenheit. Ich seh auch immer öfter SUP Leute und bin auch neugierig auf diese Sportart.
    Mit Deinem Bericht hast Du mir schonmal nen kleinen Einblick gegeben – ich wusste zB gar nicht, dass man die Dinger aufpumpen muss o.O

    Hoffe, Du hast Dir keine Erkältung eingeholt?!

    Lieben Gruß!

    1. Die Bretter gibt es sowohl zum aufpumpen als auch in fest. Die zum aufpumpen sind halt recht praktisch, weil man sie leichter transportieren kann. Der Nachteil ist – wenn ich die Profis richtig verstanden habe – dass man dafür keine exakten Kanten hat, mit denen man besser steuern kann, wenn man auf der Welle fährt.
      Ist aber eine Sache, die du unbedingt mal ausprobieren solltest, wenn sich die Gelegenheit ergibt 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.