Kapuze der Vik Hooded Jacket von 66° North

Testbericht: Fleecejacke 66° North – Vik Hooded Jacket

Ich schlüpfe in die Jacke von 66° North und bin mir unsicher, was ich davon halten soll. Erster Eindruck: eng anliegend. Sehr eng anliegend. Aber geniale Farbe. Eng anliegend ist eigentlich nicht so mein Fall, aber grade bei Sport-Bekleidung macht es durchaus Sinn, damit die Kleidung isolierend wirken kann.

Aber jetzt bin ich ja schon mittendrin im Testbericht. Weil ein wenig Struktur wichtig ist und wir ja gerade schon darüber gesprochen haben, fange ich einmal mit dem Schnitt an.

Schnitt und Verarbeitung

Die Vik Hooded Jacket von 66° North ist – im Gegensatz zu vielen anderen Outdoor-Bekleidungsstücken – kein Teil, dass man auch in die Stadt anzieht. Sie fühlt sich ganz klar bei sportlicher Verwendung wohler.

Durch den engen Schnitt, passt die Jacke problemlos unter andere Kleidungsstücke, wie beispielsweise meine Weste. Durch die Daumenschlaufen an den ausreichend langen Ärmeln, rutschen diese auch bei engeren Kleidungsstücken nicht nach oben und im Gegensatz zum Fleecepullover PS Zip Top von Rab kann ich die Ärmel auch über die Ellbogen zurückschieben, wenn mir zu heiß wird. Der lang geschnittene Torso entblößt nur selten den unteren Rücken, aber wenn er frei liegt, rutscht die Jacke durch den engen Schnitt nicht wieder von selbst in die richtige Position zurück – das ist vor allem beim Fahrradfahren nervig.

Die Kapuze liegt eng an und verdeckt, wenn der Reißverschluss ganz geschlossen ist, die untere Gesichtshälfte. Das ersetzt die Gesichtsmaske im eisigen Winterwind. Im Bereich der Kapuze verläuft der Reißverschluss schräg, womit er nicht direkt vor den Lippen ist und dort unangenehm stört. Ansonsten finde ich es toll, dass es sich um eine Jacke, nicht um einen Pullover handelt. So kann man auch mit angezogenem Helm in das Kleidungsstück oder sie zum Lüften weit öffnen. Leider hat sie keine Taschen, nicht einmal eine kleine, um beim Laufen oder Radeln den Schlüssel einstecken zu können.

Material

Die Vik Hooded Jacket ist aus Polar Power Stretch und bringt bringt folgende Eigenschaften des Materials mit: gut isolierend, schnell trocknend, atmungsaktiv, innen sehr weich, dehnbar und für Fleece wenig winddurchlässig. Nach dem Waschen bei 30°C im mixed Programm hat die Innenseite etwas an Flauschigkeit verloren. Leider zieht sich eine Naht am rechten Arm zusammen – das tut der Funktion zwar keinen Abbruch, aber der es sieht nicht schön aus. Ich kann allerdings nicht sagen, ob das von Anfang an so war, oder ob sich die Naht im Laufe der Zeit zusammen gezogen hat. Das Gewicht der Jacke in XL beträgt 380 Gramm.

Im Einsatz

Wie schon gesagt: Für die Stadt ist die Fleecejacke von 66° North nichts – dafür ist der Schnitt zu sportlich. Ich hatte sie bereits beim Wandern, Joggen, Langlaufen und Fahrradfahren im Einsatz.

Beim Wandern mit Merinoshirt darunter bei ca. 5°C im Aufstieg ist sie teilweise so warm, dass ich die Jacke aufmachen musste. Sie passt unter die Weste, wodurch diese Kombination dann auch auf dem Gipfel bei starken Wind ausreichend ist, um warm zu halten, ohne auszukühlen.

Auch beim Joggen hatte ich das Merinoshirt darunter – bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und ständiger Bewegung absolut ausreichend. Das gleiche gilt auch für den Einsatz beim Langlaufen – wobei ich dann immer noch eine zusätzliche Jacke dabei habe.

Mit einer leichten Windjacke darüber ist die Vik Hooded Jacket von 66° North auch beim Fahrradfahren bei Temperaturen zwischen 5°C und 10°C schön warm.

Fazit

Im Gegensatz zu einem Pullover gefällt mir vor allem der durchgehende Reißverschluss, denn damit ist die Jacke variabler in der Isolationswirkung und schneller an- bzw. ausgezogen. Auch wenn dadurch das Gewicht ein wenig ansteigt. Preislich ist die Vik Hooded Jacket im oberen Segment angesiedelt. Trotzdem dieser Tatsache und dem Schnitt (oder gerade deswegen) hat die Jacke von 66° North durchaus Potential zum Lieblingsstück (das muss sich allerdings über die Zeit noch herausstellen). Ein Kleidungstück zum immer dabei haben und vor allem für die Übergangszeit in Frühjahr und Herbst ein toller Begleiter für die verschiedensten Aktivitäten.

Hinweis: Die Vik Hooded Jacket von 66° North wurde von bergfreunde.de zur Verfügung gestellt, was diesen Test jedoch nicht beeinflusst hat. Bei allen Tests wird sowohl auf positive, als auch auf negative Aspekte des getesteten Produkts hingewiesen.

4 Gedanken zu „Testbericht: Fleecejacke 66° North – Vik Hooded Jacket“

  1. Huhu Martin, danke für den ausführlichen Testbericht.
    Klingt interessant, diese Jacke. Wir würden gern noch ein paar Fotos sehen, wie sie am Körper aussieht. Vielleicht hast du da noch was?
    🙂

    Liebe Grüße
    Anita und Claudia

    1. Hi ihr beiden,
      es freut mich, wenn euch der Testbericht gefallen hat. Ich habe bisher keine Fotos gemacht, bei denen ich die Jacke anhabe. Ist an mir jetzt auch nicht so super anzusehen, weil wirklich eng geschnitten 😉
      VG, Martin

  2. Hab lange über einen Kauf dieser Fleece-Jacke nachgedacht. Dank deines aufwendigen Tests habe Ich mich jetztschließlich für die jacke entschieden und freue mich sie bald das erste mal ausprobieren zu können! 🙂
    mfg Kai

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